Am 21. Jänner um 19.00 im Martin Luther Haus (1. Stock) der Heilandskirche am Kaiser-Josef-Platz. (Zugang über den Hof)

Jeder Autor kennt das: Man hat eine gute Idee, trägt sie eine Zeit lang mit sich im Kopf herum, macht Notizen, erste Entwürfe, hat sogar schon einen ganz tollen Beginn. Und dann kommt etwas dazwischen, man legt den Text zur Seite, wartet auf die nächste Idee. Und eh man es sich versieht hat man zwei andere Projekte in Angriff genommen und das alte verstaubt irgendwo ganz tief in der Autorenschublade.

Nach dem großen Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr, starten die AutorInnen von Grauko mit der Doppelveranstaltung „Rettet die Anfänge“ auch 2012 wieder eine Hilfsaktion für genau diese Texte. Bei unserer traditionellen Jännerlesung (21.1) wird jede AutorIn diesmal drei Textanfänge präsentieren und es dem Publikum überlassen, darüber abzustimmen, welchen dieser Texte die AutorIn bis zum zweiten Termin (17.3.) fertig schreiben soll.

Und um zu sehen, was aus einem angefangenen Text so alles bis zum nächsten Mal werden kann, haben wir diesmal auch einen Gastleser mit dabei: Andreas Plammer wird seinen Krimi „Fauler Zauber“ vorstellen. Näheres zu Plammers Debütroman >> hier

Das Publikum erwartet ein sehr abwechslungsreicher Abend mit der Möglichkeit zur Mitwirkung (und damit der direkten Einflussnahme auf die Literaturgeschichte). Auf zahlreiches Kommen freuen sich die teilnehmenden GRAUKO-AutorInnen:
Maria Edelsbrunner, Isolde Bermann, Rentsnik, Alexandra Sayin, Veronika Unger, Traute Makovec, Ute Schlerath, Kuno Kosmos, Thomas Wollinger, Peter Heissenberger und Gastleser Andreas Plammer

Irmgard Barta
Barta
Isolde Bermann
Bermann
Maria Edelsbrunner
Edelsbrunner
Peter Heissenberger
Heissenberger
Karl Hofbauer
Hofbauer
Silke Hofer
Hofer
Ursula Kiesling
Kiesling

Kosmos
Eva Kuntschner
Kuntschner
Lisa-Maria Lienbacher
Lienbacher
Michael Luger
Luger
Martina Pfeiler
Pfeiler
Ulrich Pichler
Pichler

rentsnik
Sophie Anna Reyer
Reyer

Schlerath

Unger
Thomas Wollinger
Wollinger
Helmut Zsifkovits
Zsifkovits

Ute Schlerath liest einen Schlerathon – und spricht im Anschluss über ihre Idee, uns den Entstehungsprozess ihrer Texte näher zu bringen.

Der Begriff „Schlerathon“ wurde von Kuno Kosmos geprägt und bezeichnet einen Aphorismus im Stile der Ute Schlerath.

Besprechung nach einer Lesung

22. Dezember 2011

Ganz wichtig nach einer Lesung ist die kritische Betrachtung des Vortrags. Waren die Inhalte gut auf das Publikum abgestimmt? War die Vortragsqualität professionell? War der Autorenmix ausgewogen? All das diskutieren wir von GRAUKO oftmals recht kontrovers im Anschluss.

Hier die Videoaufzeichnung einer solchen Diskussion, entstanden am 11.12.2011 im Anschluss an eine Lesung in einem Pflegeheim.

Kuno Kosmos, GRAUKO, erzählt, wie in ihm Gedichte und Romankapitel entstehen.

Dies ist ein Interview über die Melodie, die den Text umhüllt und begleitet, über Grübel- und Wartevorgänge, über tagelange Vorarbeiten und das rauschartige Niederschreiben.

Man trifft zum Duelle
sich in Mitttagesglut
egal, wer der Schnellere
das Ergebnis ist gut.

Über das Beschreiben dieses Würfelreichs in allen möglichen Aspekten und das Verfassen dieses Monsterwerkes Panta Cubo – es ist ja nicht fertig geworden ist, es hätten ja 12 Bücher werden sollen – bin ich wieder zum Schreiben gekommen und habe mir eine gewisse Schreibroutine angeeignet, die es mir ermöglicht, meine Texte ohne großen Reibungsverlust aufs Blatt zu bringen beziehungsweise in den PC zu bringen.

Wie man eine Frage anders verstehen kann! Ich habe Kuno gefragt, was er über das Schreiben gelernt hat. Ich meinte dies in Hinblick auf seine Schreibtechnik und wollte wissen, ob sich die verbessert habe – er hingegen redete über das Lügen.

In diesem Interview gibt es Einblick in die Spam-Story, sein aktuelles Romanprojekt, das eine betrügerische Seite des Internets zum Thema hat: 419 scam (Vorschussbetrug).

Da bin ich völlig drin, und ich kann genau beschreiben, wie die Räume ausschauen, wie das Licht ist, wie nahe die Personen sind, und es ist praktisch automatisch, was sie dann sagen. Ganz kleine Abweichungen von der Szene sind schon möglich, ich konzipiere die Szene nie völlig durch, sondern immer nur einen gelungenen Anfang, und während des Schreibens ergibt sich automatisch, wie es weitergehen musste.

Über den Schwellwert, an dem ein Einfall überschreiten muss, um die Ehre zu erlangen, in den Computer getippt zu werden. Über bislang siebzig Büchleins mit Gedankenblitzen. Über abgebrochene Versuche und den Umgang mit Rhythmus.

Liebe ist biogenes Motivationssystem zur Zeugung von Nachkommenschaft.

Was macht dieses Kollektiv aus? Es sind diese Treffen, die seit 12 Jahren monatlich stattfinden. Da wird gelesen, gelacht, kritisiert, unterstützt, bestaunt, angespornt, gekürzt, mitgefreut.

Letztens war GRAUKO in Wien. Zu zehnt – so viele wie noch bei keinem Treffen bisher. Das Treffen fand in meinem Schreibraum statt, und ich ließ die Kamera mitlaufen. Das Video zeigt das Treffen ungekürzt – mit hundertfacher Geschwindigkeit. Ein Stimmungsbild in vier Minuten. Mit Sonnenuntergang, und danach geht es weiter.

 

GRAUKO tritt in Wien auf, endlich wieder.

Wer das Kollektiv in Wien live erleben will, braucht bloß…

am Sonntag, 6. November 2011 um 20:00
ins Café Anno, 1080 Wien, Lerchenfelder Straße 132

kommen. Organisiert hat dieses Ereignis rentsnik, die auch mitlesen wird. Danke!

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